Paul Jost,

Kapitän und Torjäger in der neuformierten 1. Mannschaft

Paul, du hast einen Großteil deiner Jugend beim TuS Hochheim gespielt, lebst fast neben dem Sportgelände und spieltest zuletzt in der Bezirksliga bei TSG Pfeddersheim II. Wie kam es dazu, letztes Jahr zurück in deinen Heimatverein in die B-Klasse zu wechseln?
Zum einen ist der TuS Hochheim, wie du schon sagst, mein Heimatverein, mit dem ich viel verbinde. Der Verein hat mich auf meinem fußballerischen Werdegang immer begleitet und geprägt. Außerdem ist der Verein wie eine große Familie und auf die Jungs ist immer Verlass. Zudem hat man beim TuS viel Perspektive und man wird im Wormser Fußball in naher Zukunft wieder eine größere Rolle spielen, da bin ich mir sicher.

 

Tabellenführer in der B-Klasse Worms und die Saison muss abgebrochen werden. Wie wird die Reaktion des Teams ausfallen?
Natürlich sind wir enttäuscht, dass wir nach einer solch erfolgreichen Saison nicht mit dem Aufstieg belohnt wurden. Aber wir blicken auch auf eine schöne Zeit und einen erfolgreichen ersten Schritt im Weg nach oben zurück. Deshalb kann ich mich nur im Namen des Teams beim Trainerteam und beim Vorstand für die fußballerisch trotzdem sehr erfolgreiche Saison 2020/2021 bedanken. Wir freuen uns in der neuen Saison wieder dort weiterzumachen, wo wir aufgehört haben.

 

Paul, erzähle uns bitte etwas über die Person Paul Jost „privat“.
Ich studiere seit dem Herbst 2020 Zahnmedizin an der Philipps-Universität in Marburg und verbringe seitdem auch den Großteil meiner Zeit in Marburg. Allerdings bin ich fast jedes Wochenende zuhause und bin daher fußballerisch kaum durch mein Studium eingeschränkt. Ansonsten gehe ich viel mit dem Hund meiner Freundin an der frischen Luft spazieren. Man kann in der aktuellen Situation ja leider nicht viel anderes unternehmen.

 

Der Club hat sich vor der Saison neu aufgestellt. Gibt es noch Wünsche seitens der Mannschaft an die Vereinsführung?
Die Mannschaft war im Großen und Ganzen sehr zufrieden, wie alles in Hochheim abgelaufen ist. ­Natürlich wäre ein Kunstrasen schön, aber da reden wir von einem enormen finanziellen und organisatorischen Projekt, so dass wir alle Verständnis dafür haben, wenn das nicht von jetzt auf gleich umgesetzt werden kann.

 

Welcher ist Dein Lieblingsclub im Profifußball und was sagt ein Amateurkicker dazu, dass der Profifußball weiterspielen darf?
Mein Lieblingsclub ist der FC Hansa Rostock. Und auch wenn ich selbst mit meinen Jungs wieder auf dem Platz stehen möchte, kann ich es auch verstehen, dass die Profis unter deren Standards spielen dürfen. Deshalb freue ich mich, dass man wenigstens am Wochenende etwas Fußball schauen kann, wenn man schon nicht selbst kicken darf.

 

Wie gehst Du als junger Mensch mit dem Thema Covid 19 um? Keine Feiern, Partys etc., aber noch viel schlimmer, kein Sport!
Natürlich ist man durch Covid aktuell sehr eingeschränkt und langsam reicht es einem auch und man möchte einfach wieder etwas Normalität (regelmäßig auf den Sportplatz gehen, die sozialen Kontakte pflegen und vieles mehr) in seinem Leben haben. Aber aktuell muss man eben noch Abstriche machen. Ich hoffe allerdings, dass der Spuk bald ein Ende hat und wir wieder unserem Lieblingssport nachgehen dürfen.

 

Deine persönlichen Ziele als Fußballer mit dem TuS Hochheim?
Ganz klar: in naher Zukunft der Aufstieg in die A-Klasse!

 

Deine persönlichen Ziele für dein Privatleben?
Ich möchte weiterhin eine schöne Zeit mit meiner Freundin, meiner Familie und Freunden verbringen und natürlich auch mein Studium erfolgreich bestreiten.

 

Lebensmotto?
In der Ruhe liegt die Kraft.

 

Das Gespräch führte Andreas Großmann/ Bild: Beate Hager