Interview mit D1 Jugendtrainer Christian Franck

D1 Jugendtrainer Christian Franck und seine Trainerkollegin Sabine Haertl, belegten vor der Pandemiepause mit Ihrem Team D1 den 1. Tabellenplatz

 

Seit Sommer 2012 bist du Mitglied beim TuS Hochheim und als Jugendtrainer tätig, eine paar Infos zur Person Christian Franck bitte:
Ich bin 42 Jahre jung, Vater von drei Kindern und arbeite als kfm. Angestellter bei der Firma Pfeiffer & May in Worms. Als Jugendspieler begann ich 1985 bei der Fußballturnerschaft 01 an der Wormser Rheinbrücke bis zum Jahr 1994. 1993 durfte ich in Unterstützung eines aktiven Spielers meine erste Jugendmannschaft trainieren. Für die Saison 94/95 wechselten meine Freunde und ich komplett zum FC Blau-Weiss Worms, auch hier durfte ich die Jugendarbeit mit einer E-Jugend begleiten. Nachdem ich bei Blau-Weiss Worms in die Aktivität übernommen wurde, warf mich eine Verletzung zurück und ich zog mich vorerst aus dem aktiven Spielbetrieb zurück. 

Nachdem Jürgen Becker („Bepper“) bei den Fußballturnern und späterhin den „Fusionierten“ als Trainer engagiert wurde, kehrte ich als Aktiver dorthin zurück. Es gelang der zwischenzeitliche Aufbau von 6 Jugendmannschaften. 

Zum Tus Hochheim ging ich mit meinem damals 3-jährigen Sohn Jonas, hauptsächlich durch den Kontakt zu Harald Thomas, der von „außen betrachtet“, immer eine gute und faire Jugendarbeit praktizierte und wusste was er tat.

 

Wenn man dir und Sabine beim Training und dem Umgang mit eurer Mannschaft zu sieht, erlebt man Leidenschaft und Liebe zum Fußballsport pur. Wie sehr hat euch der Saisonabbruch durch die Pandemie geärgert bzw. getroffen?
Der Abbruch hat uns sehr weh getan. Wir hatten vor Saisonbeginn das Ziel der Meisterschaft ausgesprochen und bei 15:0 Punkten und einem Torverhältnis von 30:5 hat man natürlich die klare Zielsetzung im Kopf die Meisterschaft dann auch zu holen. Die Mannschaft ist gefestigt und eingespielt und dann wird die Saison (verständlicherweise) abgebrochen, das hat den Mädels und Jungs ziemlich zugesetzt.

 

Ihr habt die Zwangspause sinnvoll genutzt und ein Bewerbungsvideo gedreht. Die Firma WAWI Schokolade in Pirmasens war der Grund. Bitte Näheres darüber:
Aus dem „Ihr“ muss ein „Sabine“ und Ihre Lebensgefährtin „Melanie“ gemacht werden, meine Person war hier allenfalls der Statist, der die Vorstellung machen durfte. 😊

Sabine und Melanie wurden über Facebook auf diesen Wettbewerb aufmerksam, bei dem sich Vereine Vor-, und Ihre Jugendarbeit darstellen sollten. Jede teilnehmende Mannschaft wurde mit einem Rucksack voller Schokolade belohnt, der Gewinner jedoch erhielt/erhält für ALLE Jugendmannschaften seines Vereins einen neuen Trikotsatz. 

Jeweils zwei unserer Spieler*innen kamen in einem Zeitfenster von 30 Minuten zum TuS, mussten kurz Ihren Namen und Ihre Position benennen und wurden beim „Zuspiel“ gefilmt. 

Wir hatten dankenswerter Weise tatkräftige Unterstützung von Daniel Korst, der u.a. auch beim „Wormser“ medial tätig ist. Er hat das Video gedreht und zurechtgeschnitten.

Zur neuen Saison sind wir somit gemeinsam bestens ausgestattet

 

Bei Arbeitseinsätzen auf unserem Gelände sieht man dich immer in Aktion. Bei dir merkt man die Einstellung „Was kann ich für meinen Club tun“ zu 100 %.  Was treibt dich dabei an?
Es ist die Gemeinschaft gleichgesinnter Menschen mit respektvollem Umgang und miteinander auf Augenhöhe, mit dem Ziel den Verein voranzubringen. Ich glaube das gerade durch Corona der berufliche wie private Druck bei vielen Menschen gestiegen ist und die Tätigkeit im Verein einen sinnvollen Ausgleich darstellt bzw. darstellen kann.

Besonders möchte ich hier Detlef nennen, der die letzten beiden Jahre viel Gutes für den Verein getan hat!

Bei den Kindern war und ist mir schon immer wichtig gewesen, relativ drucklos jedoch trotzdem mit Ziel zu agieren. Sie sollen mit Freude auf den Platz kommen und auch die Möglichkeit haben den ein oder anderen Spaß machen zu dürfen. Das schweißt zusammen und führt dann auch zum Erfolg.

 

Wie sieht deine Zukunft beim TuS aus?
Es wäre schön, die Jungs und Mädels weitestgehend komplett in die Aktivität führen zu können.

Da der Großteil der Mannschaft seit den Bambinis beim TuS zusammenspielt und wir zuverlässige Ergänzungsspieler aufnehmen durften, schätze ich dies als realistisch und somit machbar ein.

Alles evtl. Weitere lasse ich auf mich zukommen.

 

Wenn du einen Wunsch an unsere Politiker äußern dürftest, wie wäre der?
Kommunal:
Schaffung des Kunstrasenplatzes, hier war man, glaube ich, vor Jahren einige Schritte weiter?!

Allgemein:
Mehr Lobby für die Kinder. Die Corona-bedingten Umsetzungsmaßnahmen für die sportliche Tätigkeit im Freien sind inhaltlich zu straff. Die Kinder sehen sich im Klassenraum, treffen sich mittags zum Spielen und dürfen abends nicht gemeinsam auf den Platz?! 

 

Hast Du einen Wunsch oder eine Bitte an die Fußballabteilungsleitung?
Es wäre wünschenswert, rechts des Eingangsbereichs einen geeigneten Fahrradabstellplatz zu schaffen.

Rauchverbot im Spielfeldbereich. Es kann nicht sein, dass die Kids sich bei einer Pause am Spielfeldrand in die Stummel setzen, weil Erwachsene nicht fähig sind, 5m entfernt den Ascher zu bedienen…

 

Lebensmotto?
Wo es keine Probleme gibt, auch keine einreden lassen!

 

Das Interview führte Andreas Großmann/ Bild: Beate Hager/ Juni 2021