Appell des Wormser Stadtsportverbandes

Liebe Mitglieder des Stadtsportverbandes Worms,

bereits am Sonntag wurde von uns der nachfolgende Appell an die Presse gegeben, jedoch bisher nicht veröffentlicht:

Appell des Wormser Sports.

Sehr geehrte Frau Lohr, sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Kessel, sehr geehrter Herr Guth,

der derzeitige Lockdown endet am 14.2., die Inzidenzzahlen fallen.

Vordiesem Hintergrund sendet der Wormser Sport einen Hilferuf an Sie, sich bei der Landesregierung um Lockerungen für den Sport einzusetzen.
Die Corona-Krise, und vor allem der zweite Lockdown trifft den Sport extrem hart.

Vielen Vereinen laufen die Mitglieder weg. Wir haben in Worms Vereine die einen Mitgliederverlust von 5 bis 10% verzeichnen. Diese wirtschaftlichen Einbußen treffen viele Vereine an der Substanz. Finanzielle Hilfen der Politik greifen hier nur wenig, erreichen die Vereine meist nicht.

Noch gravierender allerdings sind die kurz- und vor allem mittelfristigen Schäden, die den Breitensport treffen, vor allem die Kinder und Jugendlichen. Die haben, im Gegensatz zu den hochbezahlten Fußballprofis, bei der Politik leider wenig bis keine Lobby.

  • Der Sport kann seit nunmehr fast einem Jahr seinen Aufgaben auch in gesundheitlicher und sozialer Hinsicht nicht mehr nachkommen.
  • Kindern und Jugendlichen fehlt die Bewegung und das strukturierte Training. Digitale Angebote können dies nicht ersetzen,
    und Kindern stattdessen Waldläufe zu empfehlen geht vollkommen an der Realität vorbei.
  • Soziale Kontakte sind vollkommen weggebrochen. Die Schwergewichtigkeit nimmt zu.
  • War noch vor Corona-Zeiten erklärtes Ziel, Kinder und Jugendliche von den Bildschirmen wegzuholen, scheint das nunmehr das Wundermittel.
  • Die Schäden für den Einzelnen aber auch für die Gesellschaft werden mittelfristig enorm sein.
  • Schäden für die Wirtschaft kann man vielleicht mit finanzieller Unterstützung abmildern.
  • Beim Sport geht das nicht.
  • Kleinere Kinder haben z.B. noch nie Sport treiben können. Was das für die körperliche und gesundheitliche Entwicklung bedeutet, brauchen wir nicht weiter auszuführen.

Wir dürfen zur Vermeidung von Wiederholungen auf die sehr gute Berichterstattung in der WZ vom Freitag unter dem Titel „“Wie viel vom Sport geht kaputt“? verweisen.
Der Breitensport hat vor dem zweiten Lockdown bewiesen, dass eine Infektionsgefahr durch geeignete Hygienekonzepte ausgeschlossen werden kann. Wir sind uns sicher, dass unsere Vereine diese Konzepte jederzeit wieder umsetzen werden, wenn man ihnen nur eine Chance gibt.

Wir richten daher als Vertreter der Wormser Sportvereine den dringenden Appell an Sie, sich bei der Landesregierung dafür einzusetzen, dass Sport wieder möglich wird. Helfen Sie uns und geben Sie uns eine Perspektive.

Joachim Decker
1. Vorsitzender

Manfred Pfeiffer
2. Vorsitzender und
1. Vorsitzender des
Sportkreises Worms